Obst, Kerne, Pilze, Tiere

Und mehr. Im Herbst. In der Einsamkeit. Wenn die Sommerwandernden längst wieder drinnen sind, im Kino oder Café, findet man draußen Wind, Ruhe und ein paar Tropfen vom hellgrauen Himmel.

Guten Morgen, mein liebes Erstaunen

Diese Frau, die aufwacht, sich im Schlafanzug auf den Balkon in die 4 Grad kalte Luft stellt, zwei Fotos macht und sich wieder ins Bett legt, bin ich.

Ich habe wochenlang nicht geschrieben, weder Blog, noch Tagebuch, habe umso mehr Zeit damit verbracht, zu leisten und finde mich nun haltlos und erstaunt in einem ruhigen Moment wieder, als sei ich soeben aus einem Traum erwacht.

Noch ist alles zu wenig strukturiert, was mein Gehirn flutet, was mir auf dem Herzen liegt. Um etwas festzuhalten, stelle ich mir ein paar Fragen. Vielleicht passen sie auch zu euch, liebe Lesende, die mich seit 7 Jahren auf diesem Blog auch auf Durststrecken begleiten.

Weiß mein Herz, was gut für mich ist?

Wie kann sich ein Mensch ändern?

Woher kommt die Barbarei?

Was treibt mich an?

Inwiefern habe ich mich weiter entwickelt?

So, das reicht vorerst. Draußen ist es noch ruhig. Eine Krähe ruft. Rabenkrähen sind fast meine Lieblingstiere, ihre Intelligenz hat etwas Pragmatisches, aber auch Melancholisches.

Ich werde den Tag beginnen und den Traum vorerst hinter mir lassen.

Details betrachten, Ganzes verändern

Wenn ich für kurze Momente aus meinem Hamsterrad falle, werde ich nach ein paar Tagen der Verblüffung von einer Welle der Kreativität überschwemmt. Kreativität im Sinne des Erschaffenwollens. Dann baue ich Tische und Stühle ohne zum Baumarkt zu gehen, dekoriere mit allem, was meine Zweizimmerwohnung zu bieten hat und tauche meine Pinsel in Farbe. Was rauskommt ist relevant, aber nicht der Fokus des Schaffens. Es geht um die Freude des Neuen, die sich beim Gestalten einstellt. Als ich als 22-Jährige das erste Mal in Barcelona ankam und mit meinem 27 kg schweren Klamottenkoffer meine erste Bleibe bezog, ein 6 qm großes Kämmerchen mit Fenster in einen Schacht, zog ich noch am gleichen Nachmittag voller Begeisterung durch die Läden und sammelte kostenlose Mode- und Musikzeitschriften ein, um die gelungsten Bilder herauszutrennen und an meine Wand zu kleben. Neu geht immer und irgendwo ist auch etwas Schönes dabei. Auch wenn es manchmal nicht auf ersten Blick sichtbar ist. Man muss nur sein Auge sensibilisieren und seiner Seele gut zureden.

Ein Sommertag in Leichtigkeit

Auf den gleichen Pfaden zu verschiedenen Jahreszeiten hat man immer andere Erlebnisse. Auch wenn ich die Ferne vermisse, die mir Neues bringt, gibt es immer noch die Tiefe, in der ich mich verlieren kann. In zwei Wochen habe ich es ein wenig geschafft, die Vielzahl meiner Projekte zu reduzieren. Jeden Kaffee zu zelebrieren, viel in der Sonne zu sitzen, zu schlendern… Nun ist mein letzter Urlaubstag passé und Montag wartet mit einer neuen Herausforderung auf mich.

Zurück zum Neuen und dem Anfang, der einen Zauber inne hat.

Mehr Sonne, mehr Strand, mehr Urlaub

Ein Urlaubstag in Schillig an der Nordsee. Tatsächlich perfekt. Das Wetter mild und warm, der Wind sanft. Die Stimmung war so friedlich und fröhlich. All die Themen, die sich oft aufdrängen, waren nicht da. Vom Winde verweht. Leicht, locker, luftig, aufgelöst. So ein Tag ist eine Unendlichkeit. Ein in sich geschlossenes Universum. Man kann es vorbeiziehen lassen. Oder in sich aufnehmen. Für andere Zeiten.

Zeit der Abstinenz

Ich krieche zwischen Bücherstapeln und raste unter Blumensträußen.

Meine Kreativität beschränkt sich auf meinen Kopf und versperrt sich meinen Gliedmaßen.

Ich fülle mein Glas und meinen Teller.

Die Wildnis tröstet in ihrer aufdringlichen Art.

Heute weht ein warmer Wind durch mein Haar.

Ich schreibe ein paar Sätze und denke einen Roman.

Zwei Mühlen

Ein wunderschöner Wandertag gekrönt mit dem offenen Mühlencafé, das Eis, Kaffee und Kuchen anbietet! Was für ein Luxus! Ich hatte ganz vergessen, wie es ist, nicht seinen halben Hausstand auf dem Rücken zu tragen, sondern nur ein Viertel!

Nach dem Abendessen bin ich voller Stolz ob der 11 km Nordpfad “Zwei Mühlen” im Sonnenschein, außerdem satt und zufrieden. Ich empfehle, es mir gleichzutun. Einfach loszulaufen. Danach hat man etwas geschafft. Wann kann man das sonst schon mal von sich sagen? Im Arbeitsleben oder Privatleben gibt es ja nur noch selten etwas Abgeschlossenes. Es ist einfach nie zu Ende mit der Optimierung. Da lob ich mir den Wanderweg! Rum ist rum, wie die Bremerin sagt.

Outstaton – Irgendwie Out

How to create an alien? It’s easy, just like how to create a monster.

Ihr seid draußen

Ich bin drinnen

Ihr wollt tauschen

Ich entrinnen

Was ihr seht von außen

Ist nicht das gleiche innen

Ihr seht mich fröhlich laufen

Und nicht Frustfressen drinnen

Ihr nennt es instagram

Ich nenn es outstaton

Die Mauer dicker Steine

Mit Tränen aufzuwiegen

Da muss man ganz schon viel weinen

Oder sich selbst besiegen

Ihr seid draußen

Ich bin draußen

Nein, ihr wollt nicht mit mir tauschen

Lasst mich nur ein bisschen

An Illusionen berauschen