Autumn Red

There is no colour celebrating summer’s last dance more powerful, more beautiful than wine red.

How amazing nature can be just left alone…

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Do you understand, حبیبی?

Ich möchte darüber schreiben. I want to explain it to you. Aber mir fehlen die Worte. Do you understand? Habibi. Da, wo wir uns verloren haben, sprachen wir schon lange eine Fremdsprache. Wir wussten nicht mehr, was Wörter bedeuten. Y tú no entiendes el dolor que me hacen. Like a knife cutting my heart out.

Kannst du bitte die Tür schließen?

Fragte er. Und in mir verschlossen sich Türen, deren Schlüssel er nie wieder finden würde.

Es wurde nicht leichter mit der Zeit. Sondern schwieriger. Je mehr gemeinsame Worte wir hatten, desto präziser konnten wir uns verletzen. Niemand nahm sich die Zeit zu übersetzen. Denn eine Sprache verlernten wir mit jedem Tag mehr.

I am still talking.

To you.

And you are still not talking.

To me.

So können wir weitermachen.

In allen unseren Sprachen.

Janam.

Kaffeeliebe

An trüben Morgen, die Kleidung hastig übergeworfen, die Haare energisch gebürstet, auf dem Rad über rote Ampeln gehetzt, die Tür zum Büro rumpelnd aufgestoßen, die Tasche in die Ecke gepfeffert, bist du mein erster Moment der Ruhe.

Am Bahnhof mit dem Rücken zum Geländer, fröstelnd im eisigen Nordwind, fast verbrannte Handflächen, die sich abwechselnd tief in die Manteltaschen graben, ein Schauer, der vibrierend durch den Körper fährt, du bist mein Vertrauter, mein treuer Begleiter.

Wenn wir lachen, lästern, labern, laut und leise, sarkastisch, ironisch und immer wieder voller Begeisterung, weinen, uns Taschentücher reichen in plüschigen Hipstersesseln versinken, bist du in unserem Bunde der Dritte.

Und wieder sind alle zusammen gekommen um sie zu feiern, eine Alltagskultur aus Brötchen mit Marmelade und Knuspermüsli, Butterkuchen und Käse-Sahne-Schnitten, Obstplundern und Nussecken, mit Milch und Zucker, dein Geruch ist meine Kindheit, meine Jugend, mein Versuch eines Erwachsenseins.

Kaffee.

Brombeerglück

Rotblauverschmiert im Sonnenschein. Schwarze, süße Früchte im stacheligen Busch, die dort wachsen für sich selbst. Am prächtigsten dort, wo sie niemand erreichen kann. Welche Wonne, sie zu sehen und zu wissen, dass man sie niemals essen wird. Die Sehnsucht bleibt. Die besten Dinge im Leben kosten kein Geld, nur ein paar Dornen im Zeigefinger. Dieses Jahr zum letzten Mal auf der Wiese vor Dornröschens Schloss. Nächstes Jahr gibt es Reihenhäuser. Vielleicht pflanzt ja jemand einen Brombeerstrauch in seinen Garten.

Geteilter Schmerz

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Wenn der Schmerz kommt, war oft die Anspannung zu groß. Dann nimmt er sich, was er braucht: die ungeteilte Aufmerksamkeit. Viele Fragen haben nur noch eine Antwort: er soll wieder aufhören.

Warum ist sie auch so sensibel? Immer hat sie etwas. Die eine Krankheit reicht der anderen die Hand. Wo gestern noch der Kopf schmerzte, ist das dumpfe Gefühl beim Vorbeugen verschwunden als hätte es nie existiert. Stattdessen ist es wieder der Rücken, der nur darauf wartet, vom Unterleib abgelöst zu werden. Wo bist du mit deinen Gedanken, Sophia? Vielleicht schon beim Arzt? Oder noch bei Google, Begriffe optimierend, die das Leid nicht lindern, doch wenigstens benennen können. Wenn schon Schmerz, dann wenigstens konkret. So kann sie sich dann darüber austauschen, das passende Produkt konsumieren und heilen.

Wenn der Schmerz geht, bemerkt sie es oft nicht. Es will sich Freude einstellen, doch sie weiß nicht wann. Der Schmerz öffnet die Tür, wenn er geht. Nicht ins Paradies.

Eine Wärmflasche könnte helfen. Und ein paar warme Worte.