Nach der Hoffnung

2013-05-21 17.38.15

Gestern habe gelernt,
was mich von anderen entfernt.
Ein alter Rat, den man mir gab,
wurd’ neuer Pfad, ein alter starb,
den Schlag fühlt’ ich zum ersten Mal:
Wer die Qual hat, hat die Wahl.

Alles was ich wollt im Leben,
ist meinen Liebsten Liebe geben.
mich sorgen um, mich sehnen nach,
doch das war dumm, mein Herz lag brach,
Ein Mann hat mich schließlich gelehrt,
Liebe geben ist verkehrt.

Was nützt der Schmerz in tiefer Nacht?
Er hat eh nie an mich gedacht.
Der Egomann, in seiner Welt,
der alles kann, was mir gefällt,
der alles hat und nichts vermisst,
der trotzdem so alleine ist.

Der Freunde Ratschlag wollt ich nie,
lebte in meiner Phantasie.
Mensch Mädel, es wird nie so sein!
Wir alle sind, wie du, allein.
Und noch, als er mein Glück zerstört,
glaubt’ ich, dass er zu mir gehört.

Ich wollt mich nicht belehren lassen,
konnte nur lieben oder hassen.
Und ich verlor, Musik und Geist,
mein off’nes Ohr, Lindgren und Kleist.
Erwacht nun aus der Dunkelheit,
hab ich mich von Dir befreit.

Ich lasse Dich jetzt ganz in Ruh,
denn was Dir wichtig ist, bist Du.
Romantik fort, Juchee dahin,
die Liebe dort, wo ich nicht bin,
Doch wenn die Hoffnung auch verblich,
Nach der Hoffnung komme Ich.

(2007)

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