An Alpha B. T.

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Es ist Sonntag. Zeit für eines meiner Lieblingsgedichte aus dem Jahr 2008.

Mein Herz ist ein beschriebenes Blatt
Es trinkt sich an blauschwarzer Tinte satt
Es saugt sie hinein, es bleicht sie hinaus
Es kratzt die Feder tagein und tagaus
Das Schicksal hält sie in seiner Hand
Einmal schreibt die Sehnsucht, einmal der Verstand
Doch vor bald unendlicher Zeit
Öffnete ich mich zu weit
nach meinem Herzen griff ein Mann
der leider gar nicht schreiben kann
Er hält die Feder, doch nutzt er sie nicht
blass wird mein Herz, blass wird mein Gesicht
Die Schrift wird vergehen, das Blatt wird sich leeren
Mein Herz muss seiner Nahrung entbehren
Wie kann er mir nur meinen Inhalt verwehren?
Wie kann ich ihm nur das Schreiben lehren?

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