Das ist Kunst, das muss so – Ein Text zu meinen Werken

Ein vielweltliches Jahr
Wie bereits erwähnt, feiert durchallemeinewelten seinen ersten Geburtstag. Ein Grund, ausgelassen zu sein? Sicher. Ein Anlass Bilanz zu ziehen? Warum nicht?

So setze ich mich an einen Schreibtisch in einem der Räume, in denen letztes Jahr Worte und Bilder aneinandergefügt wurden, starre nach draußen, wo der Wind weht, starre auf den Bildschirm, kratze meinen Arm, trinke einen Schluck Kaffee und beginne.

Das letzte Jahr war schreibintensiv. Ich habe nahezu täglich Texte produziert. Neben den üblichen Tagebuchaufzeichnungen, Kurzgeschichten, Fragmenten und der Arbeit an meinem Roman, kamen Blogeinträge und Auftragsarbeiten unterschiedlicher Art hinzu. Ein besonderer Höhepunkt in meinem Schreiberleben war das erste Geld für einen fiktionalen Text. Von dem leben zu können, was man liebt, ist sicher ein Traum von vielen. Ich bin von ihm noch weit entfernt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob es mir am Ende nicht gehen würde, wie dem Zauberlehrling und ich die Geister, die ich rief, wieder schnell loswerden wollen würde. Schreiben hat für mich seit jeher bedeutet, ich zu sein. Schreiben für andere steht dem gegenüber. Wer versucht, beides zu vereinen, muss Abstriche machen. Will ich das? Jein.

Vom Schreiben leben?
Das Schreiben begleitet mich seit ich denken kann. In vielen Momenten habe ich bis heute das Gefühl zu explodieren, wenn ich nicht sofort schreiben kann. Daher schleppe ich auch heute noch Papier und Stifte mit mir herum, tippe beim Joggen auf mein Handy ein, weil ich eine Formulierung sofort festhalten möchte. Schreiben als eine Form des Daseins, der eigenen Selbstsicht, ist schön. Aber ich möchte mich auch gern weiterentwickeln. Mein Schreiben strukturieren und fokussieren, weitere Aufträge annehmen. Mal sehen, wo es mich hinführt. Ich vermute nicht, dass man demnächst eine Krimitrilogie von mir erwarten kann, die so spannend ist, dass man sich daran festliest. Aber wer weiß! Das geschriebene Wort hat ein Eigenleben.

Ich freue mich über jeden, der Interesse hat, sich mit meinen Worten und Bildern auseinanderzusetzen. Gerade weil ich weiß, dass manche nicht einfach zu konsumieren sind. „Ich verstehe nicht so richtig, was du damit sagen willst“ ist die häufigste Reaktion auf mein Geschreibe. Und wenn ich erzähle, dass ich bei vielen meiner seltsam hässlichen Fotos und Zeichnungen an mehr gedacht habe als eine spröde Ästhetik, ernte ich überraschte Blicke.

Was ihr wollt!
Wie dem auch sei, der Einblick in meine Gedankenwelt soll kein Lehrstück über meine verknotete Wahrnehmung sein. Auch wenn der Böse kurz vor seinem vermeintlichen Triumph dem Helden im Zeitraffer seine Beweggründe erklärt und es Menschen ein tiefes Bedürfnis ist, verstanden zu werden, möchte ich meine Werke gern von einer Deutungshoheit befreien.

Ihr findet sie schön? Hässlich? Langweilig? Verwirrend?

Richtig so!

Ihr wollt mich fragen, was ich genau damit meine?

Auf geht’s!

Bis dahin weiter frei nach dem Motto:

Das ist Kunst, das muss so!

Das muss so

Das muss so

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