Im Schrank ist etwas liegen geblieben

Ich dachte lange Zeit, sie würden noch kommen, die besseren Tage. Vielleicht war das eine Art Selbstschutz, vielleicht nur eine positive Lebenseinstellung. Dann sind sie mir abhandengekommen. Wohl vergraben unter einem Papierstapel, Rechnungen und Einwurfsendungen, Einkaufszetteln und Randnotizen. Dann habe ich sicher aufgeräumt. Wichtiges ins Regal gestellt, Unansehnliches im Schrank verstaut, Überflüssiges aufgewischt. 

Die Tage hätte ich nicht aufgewischt. So viel steht fest. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht. Da ich sie im Regal aber nicht sehe, zwischen all den unzufriedenen Büchern, müssen sie im Schrank sein.

Ja, sie sind ganz bestimmt im Schrank! Ich werde nachsehen. Vielleicht schon morgen.

Ein neues Design

Es hat gedauert, aber ich habe ein neues Design gewählt. Dabei habe ich mich nicht kreativ betätigt, sondern vielmehr  Dinge stumpf durchgeklickt in der Hoffnung, dass mir irgendetwas spontan gefiele und dann entnervt aufgegeben. Aber ich mag mein Foto. Außerdem wird Form eh überbewertet, nicht wahr? Was zählt, ist der Inhalt.

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So schreibe ich mir durch die kalten, wechselhaften Tage, die eigentlich schön sind mit ihrer Sonne, die kitschig in Regentropfen glitzert. Solange ich mir keine Inhalte traue, werde ich weiter an der Form feilen.

Brown And Green

In april the cold and cloudy days are coming back. There is no choice. Feel the shivering, the humidity, the loneliness. Roads of life can be straight but endless. Roads of life are brown and green.

Aufdringliche Gleichnisse 

Ein Blick in die Natur drängt einfache Lösungen auf. Besonders im Frühling sieht man schwarz oder weiß, rosa oder lila. Ich spaziere und spaziere, sehe aber doch nicht hervor hinter meinem Schleier. Ich bin den Farben nicht böse, sie können ja nichts dafür, dass sie mir Eindeutigkeit vermitteln wo keine ist. Hinter den Wolken Sonnenschein. Hinter dem Schleier ich. 

Ich! Wer kann das schon sein!

Wiegehtesdir?

Schöne Dinge dieser Tage 

Bekommen von mir einen Rahmen 

Damit sie nicht auseinander fallen 

Keine Antwort auf diese Frage 

Ist besser als das, was ich sage 

Und Schönes gefällt allen




Hinterhalt

ipp

Ein Hinterhalt?

Von hinten halt!

Der Verarschte ist schnell am Arsch.

Was rede ich, im Arsch!

Und so schreibt das Schicksal seine Buchstaben nieder und überlässt ja nichts dem Zufall. Zunächst der Schock. Mit nichts gerechnet, offen und unbewaffnet, ungläubig und nichts ahnend, doch klar adressiert. Du! Du! Du bist es, die ich niederstrecken will! Dann die Wut, die glühend durch die Adern schießt, das Gesicht entflammt, die Lippen aufeinanderpresst. Gerade noch rechtzeitig pariert. Nicht mit mir! Zurückgewiesen! Klar und deutlich, Konfrontation! Und die Spirale saust los.

Kocht über wie die Milch bis alles verschüttet und verklebt.

Bis nicht mehr zu sehen ist, was es war und worum es geht.

Doch wie bei jedem Hinterhalt

ist nichts so im Wald wie es herausschallt.

Ich bin deine Feindin nicht.

Auch wenn dein Hass dich zerbricht.