Wo bleibt die Kontinuität?

Ich habe sie an einem Strand gesehen. [und trotze der Autokorrektur] In dem Zusammenspiel der Wellen mit dem Ufer. Kommen und gehen. Leises Plätschern, beständiger Wind. Lange her. Erst gestern.

Diese Norddeutsche und ihre Weite. Im Nichts die Dinge sehen.

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Lieben und Schreiben im Café Irgendwo

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Ich mag Menschen. Ich kenne Menschen und ich lerne neue kennen. Jetzt mehr als noch vor zehn Jahren. Ich möchte so gern über Menschen schreiben. Ihnen nah sein, sie sein. Ich liebe jeden Obdachlosen, der mit seinen offenen Beinen (ja, ich habe schreckliche Blessuren gesehen) auf der Straße liegt. Ich liebe die schöne Frau, die in ihren hautengen Hosen und ihren Stilettos über die Straße trippelt und mich verstohlen mustert. Ich liebe die magere Frau mit den blond gefärbten Haaren und Silikonbrüsten, die so sexualisiert und spiegelnd umher geht, als sei ihr Leben davon abhängig, Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich liebe dieses kleine, braungebrannte Mädchen, das gerade ein riesiges Schachspiel zu seinem Vater trägt. Ich liebe dieses Müslidreieck. Den Geschmack von Körnern und Zucker. Den Kaffee, der alles herunterspült. Das Gefühl in meinem Bauch, wie er sich langsam füllt, das Knurren verstummt. Und mir wird nicht langweilig, es zu schreiben. Ich liebe es, meinen Kugelschreiber über das dicke Papier zu führen, die dickflüssige Müdigkeit, die sich wie Honig über mich ergießt, kann mich nicht davon abhalten. Liebe ich mich? Heute sehr.

Tagesmotto

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Schön, wenn Schilder für Ordnung sorgen. Wenn ihr es heute also in einem Eimer rascheln hört, dann bin das wahrscheinlich ich mit meinen Texten und meinen Nerven.
In diesem Sinne… Habt einen schönen grauen Tag! 🙂

Und manchmal regnet es auch noch

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Mit dem Schreiben beginnen

Es ist grau, es ist trüb, es ist der Tag, an dem ich mich einmal wieder konzentriert mit meinem Buch auseinandersetzen will. Leider ist dieser Tag auch der graueste und verregnetste Tag, den man sich denken kann. Pfützen füllen sich mit endlosen Strömen, die aus der dichten, schmutzigen Himmelsmasse prasseln, nach links und rechts schnellen und wirbeln, bevor sie auf den Asphalt klatschen oder auch Zack! DIR ins Gesicht.
Vielleicht ideal, um am Schreibtisch zu sitzen, vielleicht ideal um sich wieder ins Bett zu legen, vielleicht einfach sehr deprimierend. Nein, ich mag dieses Wetter nicht!

Wer sitzt denn hier am Schreibtisch, wo New York so nah ist? Wo die Kreativität dir schillernd aus Caféhäusern zuzwinkert! Wo die Gesichter der Menschen Geschichten erzählen! Wenn sie dir nicht gefallen, die Gesichter, die Geschichten, wählst du einfach neu. Es sind ja so viele! Gesichter, Geschichten.
Auf, auf! In die Stadt, die Kunst ist. Die Kultur ist. Die Wissen ist. THE City.

Ich bleibe am Schreibtisch. Dem Bett fern. Sehe hoffnungsvoll den wenigen hellen Stunden entgegen. Sehe Vögel dem Regen trotzen und beginne mit meiner Arbeit. Mit meinen Geschichten.

Zack! MIR ins Gesicht.

Dieses Etwas

ipp

In mir ist dieses Etwas, das sich nicht ignorieren lässt. Ich weiß, es wird mit einem Mal weg sein. Wie vom Erdboden verschluckt. Dann werde ich eine Andere sein. Doch jetzt ist es da und lässt mich in die Tasten hauen. Lässt mich im Zimmer herumschwirren, im Internet herumirren. Der Kopf, der Kopf! Er ist so voll und gleichzeitig leer. Was willst du, SoylaNi? Continue reading