Die Heimat – Ein Alexandriner

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Zurück in Bremen. Aus aktuellem Anlass ein Werk von 2008, das ich schrieb, nachdem ich aus Spanien zurückgekehrt war und zwei kleine Bremer Turmzimmerchen mit ockerfarbenem Teppich und Blick in die Ferne eingerichtet hatte.
Auch der schöne Fliegenpilz ist von 2008, passenderweise blüht gerade wieder einer. (Ja, ich weiß, Pilze blühen nicht, aber dieser schon :))

Die Heimat
Ein Alexandriner

Die Heimat schneidet scharf, mit tausend kleinen Messern,
Als hätte sie geahnt, ich kam, sie zu verbessern.
Ich kehrte doch zurück, in ihren kalten Schoß,
Drei Koffer trug ich bei mir, zwei kleine, einer groß.

Der Regen wurde stärker, die Messer waren spitz,
Ich brachte, was ich liebte, an irdischem Besitz,
Angst wollt ich nicht empfinden, doch ein Respekt war da,
denn nicht aus freien Stücken, ging ich in die Gefahr. Continue reading

Deine Heimat

In der endlosen Weite des flachen Landes spannen sich die Flügel deiner Sehnsucht bis in den Himmel der Welt, die auf dich wartet.
ipp
Heute, morgen, immer da fließt die Sonne über die Erde. Die Felder sind mit einem blassen Licht bedeckt, das seinesgleichen nicht sucht, sondern findet. Der Himmel ist so oft gesehen wie dieses einzigartige Blau, von dem die Dichter schwärmen. Die Sonnenstrahlen zeichnen sich vor den Wolken ab, zeigen wohin und wann sie wollen, auch wenn dort gerade niemand ist, der sie erwarten könnte. Der gierig sein Gesicht in das Licht hält, auf der Suche nach dem Gefühl von Glück. Die Menschen stellen Sonnenkollektoren auf. Doch sie lässt sich nicht besitzen, diese Sonne über dem platten Land. Wenn sie gnädig ist, schaut sie einen Moment vorbei und lässt ein wenig Energie da.
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