Sturmereprobt

Wir haben schon alles gesehen

Uns doch nie fortbewegt

Wir können den Wind verstehen

Der durch unsre Äste fegt

Besucht uns das Wasser im Sturm

Bringt es so manches Stück

Spült es um unseren Turm

Und trägt es wieder zurück

Schweigende Zeugen am Deich

Bei Tage und bei Nacht

Wir sind einander gleich

Wer hätte das gedacht

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Demokratie

Wenn sogar das Poetische, mir im Blut liegende auf der Strecke bleibt, woher die Kraft nehmen, politisch zu werden? Antwort: Aus der tiefsten Überzeugung heraus!

Das Eigene und das Andere

ipp

Mit der Macht ist es wie mit dem Alkohol. Sie ist nicht gesund und wer zu viel hat, betrinkt sich an ihr, wird euphorisch, agiert aus und handelt oft ohne an Konsequenzen zu denken. Nicht jeder ist gefährdet süchtig zu werden, manch einer meidet sie aus Angst, Abneigung oder Klugheit. Für diese, die ihr nicht widerstehen können, wird es gefährlich… Sie sind überall und ihre Anhänger sind zahlreich. Zu angenehm sind doch die ersten Nebenwirkungen der Gefühle der Grandiosität, der Entscheidungsgewalt und der Bewunderung.

Hat einer es schöner als Tolkien in Herr der Ringe beschrieben, wie Träger des Ringes der Macht sich schleichend verändert und schließlich mit Gewalt niedergerungen werden muss? Was bleibt ist Erleichterung, Wehmut oder Schmerz.

Wie also umgehen mit der Großen, der Unvermeidbaren, der Allgegenwärtigen?

Wir müssen die Macht teilen. Miteinander sprechen, diskutieren, streiten, auseinander gehen, erneut treffen, Pro und Contra abwägen, uns abstimmen, einigen und mit…

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Novemberkälte

Ein Spaziergang am Fluss, wo alles erstarrt ist. Sich sogar die Klingel des emsigen Rennradfahrers im Nebel des späten Nachmittags verliert.

Eine erzwungene Ruhe, die meine Finger lähmt. Eine Ruhe zur rechten Zeit.

Bücher

Sind in auf unter meinem Regal

Sind aufregend beruhigend

Sind endlich unendlich

Sind befriedigend traurig

Sind fröhlicher am fröhlichsten

Sind trügerisch ehrlich

Sind für alle

Sind

Die Guten

Do you understand, حبیبی?

Ich möchte darüber schreiben. I want to explain it to you. Aber mir fehlen die Worte. Do you understand? Habibi. Da, wo wir uns verloren haben, sprachen wir schon lange eine Fremdsprache. Wir wussten nicht mehr, was Wörter bedeuten. Y tú no entiendes el dolor que me hacen. Like a knife cutting my heart out.

Kannst du bitte die Tür schließen?

Fragte er. Und in mir verschlossen sich Türen, deren Schlüssel er nie wieder finden würde.

Es wurde nicht leichter mit der Zeit. Sondern schwieriger. Je mehr gemeinsame Worte wir hatten, desto präziser konnten wir uns verletzen. Niemand nahm sich die Zeit zu übersetzen. Denn eine Sprache verlernten wir mit jedem Tag mehr.

I am still talking.

To you.

And you are still not talking.

To me.

So können wir weitermachen.

In allen unseren Sprachen.

Janam.