Es klopft


Klopf Klopf
Dass das, was einst so schön
Beängstigend nun ist
Hätte ich nie gedacht
Klopf Klopf
Mein Herz
Schlägt schnell
Doch Liebe ist
Sein Motor nicht
Klopf Klopf
Die Tür
Wer ist es nur
Der nicht mehr zu mir spricht

Wenn die Milch kalt wird

Ich sitze auf dem Stuhl. Das würde ich nicht wahrnehmen in einem anderen Moment. Doch jetzt ist es ein Teil meines Lebens, weil die Milch kalt wird. Ich spüre das Holz unter meinem Po und die Spannung in jeder Körperzelle. Jede Millisekunde. Ich starre auf den Becher. Fixiere das Weiß mit den Augen, das eine faltige Haut bildet.

Die Milch darf nicht kalt werden.

Wenn die Milch kalt ist, dann ist es zu spät.

Hätte ich die Milch nicht gekocht, wärst du aufgewacht und hättest keine Milch gehabt.

Würde ich dich wecken…

Die Uhr tickt an der Wand. Auf der Sofalehne legt sich der Staub ab, der vorher wie in Zeitlupe glitzernd und leicht im Sonnenlicht durch den Raum schwebte.

Du liegst reglos auf dem Sofa. Ich sitze gerade auf dem Stuhl.

Die Milch wird kalt.

Wenn dann

Weiße Blume wartet auf den Tag

Weiße Blume wartet auf den Tag

In den Augen des Betrachters
Liegt eine Wahrheit
und wartet auf ihren Tag

Mädchen, komm rein!
Sonst siehst du das Leben
Wie es ist

Kopf runter
Sonst Krieg
Ich was ab

Hast du denn gar keine Angst?

Mädchen, komm runter!
Sonst siehst du das Leben
Wie es ist

Hast du denn gar keine Angst?

Die weiße Blume
Blüht in deinem Haar
Es vergeht ein Jahr

Wann kommt der Tag?

Mädchen, sag nichts!
Sonst siehst du das Leben
wie es ist

In den Augen des Betrachters

durchmanchemeinerwelten

Dieser Blog heißt durchallemeinewelten. Das ist natürlich eine Lüge. Wollte ich wirklich öffentlich darstellen in welchen Welten ich mich bewege? Leser_innen meine intimsten Gedanken *liken* lassen? Sie in schwindelerregende Höhen mitnehmen, die mir den Neid des Universums bescheren würden? Sie in Abgründe stoßen und ihnen die Leiter wegziehen?

Ja. Das möchte ich. Die Öffentlichkeit ist also nicht der Grund, manche Welten zu verbergen.

Ist es die Tristesse des Alltags? Die Fingernägel, die in einem Häufchen auf dem Schreibtisch liegen, weil ich vergaß, sie nach der Maniküre zu entsorgen? Das Bett, das einmal wieder frisch bezogen werden müsste? Die Rentenversicherung, der Totschläger meiner Generation?

Da antworte ich mit einer Gegenfrage: Gibt es etwas Wundervolleres als im Kleinen das Große zu entdecken? Ich denke nicht.

Was ist es also, das mich zurückhält?

Und während ich schreibe und während ihr lest, wächst die Antwort in meiner Mitte, sucht sich ihre Wege immer neu und ist doch stets dieselbe.

ANGST.

Sie darf nicht das letzte Wort haben, sie darf nicht das letzte Wort sein. Daher kommen jetzt Bilder durchmanchemeinerwelten.

Die Letzte

ipp

Du trittst in die Fußstapfen meiner Angst
Und meine Angst ist groß
Ich sitze hier und atme schnell
Die Hände in meinem Schoß

Du trommelst den Takt meines klopfenden Herzens
Und dieser Takt ist schnell
Ich stehe auf und seh hinaus
Ich glaub, bald wird es hell

Du atmest den Rauch meiner Zigarette
Und dieser Rauch ist dicht
Ich werde stetig eingehüllt
die Lunge sticht und sticht

Da tritt meine Angst in deine Fußstapfen
Und von meinem Herz hängen Eiszapfen
Und klirren in deinem Takt
Dann rauch ich deine letzte Zigarette
Das Leben ist nicht wie man es gern hätte
Wir haben es verkackt.