Es klopft


Klopf Klopf
Dass das, was einst so schön
Beängstigend nun ist
Hätte ich nie gedacht
Klopf Klopf
Mein Herz
Schlägt schnell
Doch Liebe ist
Sein Motor nicht
Klopf Klopf
Die Tür
Wer ist es nur
Der nicht mehr zu mir spricht

Im Moor

Hin und wieder kommt es vor

Und man findet mich im Moor

Da geh ich lang auf geraden Wegen

Und muss nicht ständig überlegen

Schwebender

Wenn ich dich ganz genau wahrnehme, heißt das nicht, dass andere dich sehen.

Du wirkst nicht auf jeden.

Doch wer dich sieht, vergisst dich nicht, dem bleibst du auch zugegen.

Niemals Niemandem gehören

Niemals Jemanden verstören 

Niemals wirklich sein

Ein Traum

Mit Flügeln 

Für mich 

Allein 


Einen schönen guten Kuchen!

Frau M., haben Sie den Krieg vergessen?
Mal wieder zu viel Kuchen gefressen?
Im Sessel gesessen.
Nach draußen geseh’n.
Diese Container, die sind doch nicht schön!
Warum müssen die ausgerechnet vor unserer Haustür stehn?
Warum die Toiletten wohl so schmutzig sind?
Sauberkeit lernt man doch als Kind!
Und wie die ihre Becher in die Vorgärten schmeißen!
Das werden Sie nur wirklich nie begreifen!
Deutschland ist ein sauberes Land
In dem man so manche Wohltat erfand.
Der Müll wird hübsch getrennt.
Der Gatte trägt ein gebügelt Hemd.
Unordnung ist uns hier fremd.
Und während die Sahne noch in Ihrem Darm drückt,
haben Sie schnell einen Stift gezückt.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht,
Die Bombe ist ja nur in Ihr Wohnzimmer gekracht.
Der Bunker ist doch überdacht.
Also:
Gute Nacht.

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Und DAS ist mein Leben!

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Worte
die gewaltig sind
schreibe ich
nicht
im trüben Licht
dieser grauen
Tage

Orte
die bedeutsam sind
liegen weit
entfernt
von diesem
Heim

Dinge
die entscheidend sind
mache ich
nicht
an diesem Tisch
von Ikea

Menschen
die wichtig sind
treffen woanders
ihre Entscheidung
ohne
mich

Banal ist
was man
mit Worten
sagen kann
an wunderöden Orten
die kurzgedachten Dinge
der normbegrenzten Menschen

Ich warte hier
und singe

An Alpha B. T.

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Es ist Sonntag. Zeit für eines meiner Lieblingsgedichte aus dem Jahr 2008.

Mein Herz ist ein beschriebenes Blatt
Es trinkt sich an blauschwarzer Tinte satt
Es saugt sie hinein, es bleicht sie hinaus
Es kratzt die Feder tagein und tagaus
Das Schicksal hält sie in seiner Hand
Einmal schreibt die Sehnsucht, einmal der Verstand
Doch vor bald unendlicher Zeit
Öffnete ich mich zu weit
nach meinem Herzen griff ein Mann
der leider gar nicht schreiben kann
Er hält die Feder, doch nutzt er sie nicht
blass wird mein Herz, blass wird mein Gesicht
Die Schrift wird vergehen, das Blatt wird sich leeren
Mein Herz muss seiner Nahrung entbehren
Wie kann er mir nur meinen Inhalt verwehren?
Wie kann ich ihm nur das Schreiben lehren?