Aufdringliche Gleichnisse 

Ein Blick in die Natur drängt einfache Lösungen auf. Besonders im Frühling sieht man schwarz oder weiß, rosa oder lila. Ich spaziere und spaziere, sehe aber doch nicht hervor hinter meinem Schleier. Ich bin den Farben nicht böse, sie können ja nichts dafür, dass sie mir Eindeutigkeit vermitteln wo keine ist. Hinter den Wolken Sonnenschein. Hinter dem Schleier ich. 

Ich! Wer kann das schon sein!

Lang lang ist es her, Liebster

ipp

Ausgezeichnet!

In meiner eigenen Inkonsequenz nehme ich wieder teil. Wohl geschmeichelt in meiner schreibarmen, unaufmerksamen Zeit der praktischen Arbeit gefunden und gelesen worden zu sein… jaja, die Eitelkeit!

Danke Neon|Wilderness! Danke, Dominik! 🙂

Ich nehme mir mal wieder die künstlerische Freiheit heraus, den Liebster-Award so zu verformen, wie er mir entspricht. Allez hop!

1. Wenn du die Welt selbst formen könntest, was würdest du ändern?

Ich würde sie richtig rund machen.

2. Wann hast du den letzten handgeschriebenen Brief geschrieben und von wem hast du den letzten handgeschriebenen Brief erhalten?

Da stellt sich mir die Frage: Was ist überhaupt ein Brief? Aber ja, ich bekomme handgeschriebene Papiere von den unterschiedlichsten Menschen, die mir nah und fern stehen. Und ob ich antworte? Aber hallo!

3. Findest du dich witzig?

Aber hallo! *kicher*

4. Unbeachtet aller Hinweise zur praktischen Haltung: Welches Tier hättest du theoretisch gerne als Haustier?

Einen sehr verständnisvollen Hund in den besten Jahren mit einem ironischen Gesicht und einer guten Portion Selbstständigkeit.

5. Was war das schönste Geschenk, dass du jemals erhalten hast?

Ich fand den Saloon von Playmobil super! Und die Reiterferien! Und und und.

6. Hast du schon einmal ein Tier getötet?

Ja. Ich mache mir aber tatsächlich bei jedem erneut diesen abstrakten Gedanken.

7. Welche Sprache findest du am schönsten?

Ohne Inhalt zu verstehn, ist die Sprache halb so scheen. Von daher: Deutsch. Spanisch. Englisch. Katalanisch. Französisch. Dari.

8. Was war das schlechteste Buch, dass du jemals gelesen hast?

Hab ich vergessen. Aber es gab mal eines mit einer Heldin namens Laura Dachs. Das war schon ziemlich gruselig.

9. Die Biografie welchen Autors/welcher Autorin fasziniert dich?

Es gibt zu viele. Aber bei manchen wird mir klar, wie verdammt gesichert und gut dieses Leben ist, mit ich mich auseinandersetze.

10. Worauf wartest du sehnsüchtig?

Dass mich jemand abholt.

11. Findest du deine Stimme schön?

Och joar, kann man sich schon mal anhören.

Und nun meine Nominierung. Ich nomieniere dieses Mal eine Bloggerin, die in den letzten Jahren aus ihrem Alltag ausgebrochen ist, um das zu tun, was sie will. Einfach großartig! Also lest bitte alle https://einjahrspanien.com/

Liebe Anne, wenn du Lust hast, diese Fragen sind für dich:

  1. Qué tal?
  2. Wie ist das Leben?
  3. Was ist anders im Sonnenschein?
  4. Was hat dich verändert
  5. Hast du Heimweh?
  6. Was ist eigentlich Heimat?
  7. Neue Freunde – alte Freunde, gibt es Unterschiede?
  8. Hast du genug Zeit?
  9. Warum Mallorca?
  10. Wir wollen wir leben?
  11. Cuándo nos vemos? 🙂

Weil ich es kann

Ich ernähre mich schlecht. Ich esse Lakritzbox zum Frühstück. Die Box ist zum größten Teil voll mit Lakritz, die ich nicht mag. Aber gekauft ist gekauft. Und nähren tut sie auch.

Ich dokumentiere meine Umwelt. Will alles verstehen, was ich sehe, was ich höre.

Habe auf der Zugfahrt mit Fremden mehr Spaß als auf der Party mit Bekannten.

Will zuhören, wenn ich es will.

Will mich nicht schminken. Stattdessen stinken. Solange an meinen Fingern riechen bis sie mir fremd sind. Bis ich sie mit Distanz betrachten kann.

Ein neues Dokument öffnen. Und noch ein neues. Als ich neulich einmal wieder die Literaturverfilmung Homo Faber aus den 90er sah, blieb mir am meisten in Erinnerung, dass Walter Faber nach dem Flugzeugabsturz auf seiner Schreibmaschine tippen kann. Ich dagegen habe einen Computer, dessen Lichtlein nach wenigen Stunden erlöschen würde. Ein bedrohliches Gefühl. Die Vergänglichkeit des Eigenen. Ich sollte alles ausdrucken. Ausdrucken? Besser: abtippen!

Ich träume.

In mir ist diese Unruhe, die sich nicht benennen lässt.

Ich will weglaufen.

Ich will Bindung.

Ich bin so verrückt, dass es ansteckt.

durchmanchemeinerwelten

Dieser Blog heißt durchallemeinewelten. Das ist natürlich eine Lüge. Wollte ich wirklich öffentlich darstellen in welchen Welten ich mich bewege? Leser_innen meine intimsten Gedanken *liken* lassen? Sie in schwindelerregende Höhen mitnehmen, die mir den Neid des Universums bescheren würden? Sie in Abgründe stoßen und ihnen die Leiter wegziehen?

Ja. Das möchte ich. Die Öffentlichkeit ist also nicht der Grund, manche Welten zu verbergen.

Ist es die Tristesse des Alltags? Die Fingernägel, die in einem Häufchen auf dem Schreibtisch liegen, weil ich vergaß, sie nach der Maniküre zu entsorgen? Das Bett, das einmal wieder frisch bezogen werden müsste? Die Rentenversicherung, der Totschläger meiner Generation?

Da antworte ich mit einer Gegenfrage: Gibt es etwas Wundervolleres als im Kleinen das Große zu entdecken? Ich denke nicht.

Was ist es also, das mich zurückhält?

Und während ich schreibe und während ihr lest, wächst die Antwort in meiner Mitte, sucht sich ihre Wege immer neu und ist doch stets dieselbe.

ANGST.

Sie darf nicht das letzte Wort haben, sie darf nicht das letzte Wort sein. Daher kommen jetzt Bilder durchmanchemeinerwelten.

Ich-Idee

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Wenn ich
In den Spiegel seh
Dann habe ich eine Idee
Wer mir begegnen soll

Ein Gesicht
Das zu mir spricht
Ich nenn es
Ich

Und manchmal finde ich es nicht
Dann seh ich eine Fremde
Doch es ist mein Mund, der spricht
Es greifen meine Hände

Und das Gesicht spricht Bände
Von Dingen, die ich gar nicht bin
Das nehme ich nicht einfach hin
Greife nach der Bleiche

Ein bisschen Farbe hier
Malt ein Lächeln mir
Auch die Sorgenfalten
Werd‘ ich nicht behalten

Ich
Muss mich verändern
Dass ich mir wieder gleiche
Dass ich ihr wieder gleiche
Meiner Idee
Die ich im Spiegel seh

Und manchmal regnet es auch noch

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Mit dem Schreiben beginnen

Es ist grau, es ist trüb, es ist der Tag, an dem ich mich einmal wieder konzentriert mit meinem Buch auseinandersetzen will. Leider ist dieser Tag auch der graueste und verregnetste Tag, den man sich denken kann. Pfützen füllen sich mit endlosen Strömen, die aus der dichten, schmutzigen Himmelsmasse prasseln, nach links und rechts schnellen und wirbeln, bevor sie auf den Asphalt klatschen oder auch Zack! DIR ins Gesicht.
Vielleicht ideal, um am Schreibtisch zu sitzen, vielleicht ideal um sich wieder ins Bett zu legen, vielleicht einfach sehr deprimierend. Nein, ich mag dieses Wetter nicht!

Wer sitzt denn hier am Schreibtisch, wo New York so nah ist? Wo die Kreativität dir schillernd aus Caféhäusern zuzwinkert! Wo die Gesichter der Menschen Geschichten erzählen! Wenn sie dir nicht gefallen, die Gesichter, die Geschichten, wählst du einfach neu. Es sind ja so viele! Gesichter, Geschichten.
Auf, auf! In die Stadt, die Kunst ist. Die Kultur ist. Die Wissen ist. THE City.

Ich bleibe am Schreibtisch. Dem Bett fern. Sehe hoffnungsvoll den wenigen hellen Stunden entgegen. Sehe Vögel dem Regen trotzen und beginne mit meiner Arbeit. Mit meinen Geschichten.

Zack! MIR ins Gesicht.

Dieses Etwas

ipp

In mir ist dieses Etwas, das sich nicht ignorieren lässt. Ich weiß, es wird mit einem Mal weg sein. Wie vom Erdboden verschluckt. Dann werde ich eine Andere sein. Doch jetzt ist es da und lässt mich in die Tasten hauen. Lässt mich im Zimmer herumschwirren, im Internet herumirren. Der Kopf, der Kopf! Er ist so voll und gleichzeitig leer. Was willst du, SoylaNi? Continue reading

Unterm Schleier Aufgedeckt

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Der Schleier legt sich über mich
Und plötzlich seh ich alles so
Tiefgrüblerisches Tageslicht
Nachtgetränktes Nirgendwo

Schönes Rund der Fragezeichen
Dunkle Kraft der Andersheit
Sein im Nicht-Sein eines gleichen
Ich ohne Eindeutigkeit

Der Sturm fegt durch die Räume
Hebt die Ordnung auf
Revolution der Träume
Schicksal in freiem Lauf

Welt ist irre
Ich bin klar
Worte Wirre
Wo wie wahr

Mein Verstand hat Hand und Fuß
weiß um seine Pflichten
dass ich zum Kühlschrank gehen muss
und meine Haare richten

Erfahr’ner Autopilot
Rettet und verdammt
Dieses schaukelndes Boot
Ist am Kentern vorbeigeschrammt

Der Schleier lüftet sich
zum Vorschein kommt der Sinn
Doch ist dies Normen-Ich
eine Schauspielerin?