Wenn dann

Weiße Blume wartet auf den Tag

Weiße Blume wartet auf den Tag

In den Augen des Betrachters
Liegt eine Wahrheit
und wartet auf ihren Tag

Mädchen, komm rein!
Sonst siehst du das Leben
Wie es ist

Kopf runter
Sonst Krieg
Ich was ab

Hast du denn gar keine Angst?

Mädchen, komm runter!
Sonst siehst du das Leben
Wie es ist

Hast du denn gar keine Angst?

Die weiße Blume
Blüht in deinem Haar
Es vergeht ein Jahr

Wann kommt der Tag?

Mädchen, sag nichts!
Sonst siehst du das Leben
wie es ist

In den Augen des Betrachters

Wir müssen besonders sein

wpid-wp-1433756740410.jpeg

Es gab in meinem Leben keinen ausschlaggebenden Moment, in dem ich erfuhr, dass ich nicht mehr die Zielgruppe bin. Der Prozess kam eher schleichend und zog sich über Jahre hin. Wahrscheinlich lässt sich am Anfang noch viel kaschieren. Ich sehe natürlich jünger aus, als ich bin.  Natürlich studierte ich länger, als ich sollte. Natürlich besuchte ich Clubs. Auch wenn diese Discos hießen, als ich mich vor vielen Jahren das erste Mal danach sehnte, zu den Erwachsenen zu gehören.  Heute sind Stars und Sportler jünger als ich. Politiker sind älter. Frauen sind Mütter oder machen Karriere. Cousinen bauen Häuser. Cousins ziehen aufs Land. Im Bildschirm spiegeln sich meine Stirnfalten. Ich habe immer noch nicht vorgesorgt. Vielleicht, weil ich mich schon lange sorge. Um dieses oder jenes. Konkreter? Es lohnt sich kaum das Formulieren, das In-Worte-Fassen, ob der Banalität. An manchen Tagen sorge ich mich ich mich um das Kleine. Nein, nicht um ein Kind, das wäre das Große. Das Kleine, das ist der verlegte Schlüssel, der unzuverlässige Mitbewohner, kein Sex, das schlechte Wetter. Das Große, das ist die abstrakte Zukunft. Der Sinn des Lebens. Der Weg und wohin er führt. Dabei hat die Zukunft mich bisher doch jedes Mal wieder überrascht. Meine Phantasie ist zu beschränkt, um sich die Nichtmöglichkeiten auszumalen

Manchmal frage ich mich, ob ich mich gehen lasse. Manchmal frag ich mich, ob ich mich nicht gehen lasse. Manche sind so schön angezogen. Ich trage bloß wieder irgendwas. Manchmal frage ich mich, ob ich mich verliere. Manchmal frage ich mich, ob ich mich jetzt erst finde.

Das Restaurant war früher ein Grieche. Heute hat es „griechische italienische Spezialitäte“. Wir müssen besonders sein, obwohl wir gleich sein müssen.

Es riecht nach Jauche, obwohl es nicht mal einen Grünstreifen gibt.

Im Frozen-Yoghurt-Café

wpid-img_20150604_165525.jpg

In der Mittagshitze bin ich ganz Touristin. Ich setze mich nicht zu den Einheimischen. Ich konsumiere einen Frozen-Yoghurt im Pappbecher mit viel Soße. Der Tisch ist ungemütlich, doch draußen und daher mitten in dem Leben, an dem ich teilhaben will. Ich beobachte einen Mann mit Horrorjob. Er steht gegenüber. “Restaurante Cubano – Los ricos momentos” sagt er fortfahrend zu den Passanten und macht nur Pause, wenn jemand mit ihm plaudert. Er hat ein Schild umgehängt, auf dem schlechte Fotos von Pommes, Bocadillos und Cocktails abgebildet sind. Seit ich hier sitze und die trendige Eiscreme löffele, hat er noch niemanden ins Restaurant locken können. Dennoch ist er fröhlich. Geradezu ausgelassen. Seine Freunde begrüßt er lautstark, manche umarmt er. Dann unterhalten sie sich über das Geschäft. Ja, ja, das lief auch schon mal besser, und bei dir? Ja, das sind die Zeiten. Die Wirtschaft! Adiós! Nos vemos. Weg sind sie. Und wieder: “Restaurante Cubano! Los ricos momentos!”. Die Cocktails auf dem Schild haben die Farben rosa, orange und grün. Die Pommes wirken fettig. Die Bocadillos schlecht belegt. Beinah stößt der Restaurantschreier mit einem eiligen Geschäftsmann zusammen. Er springt zackig zurück, lacht und entdeckt mich. Winkt mir zu. Ich winke schwach zurück und löffele weiter. Frage mich, ob ich ins Restaurante Cubano gehen sollte. Aus Sympathie. Ich entscheide mich dagegen. Mein Magen ist voller Softeis.

Ignorant auf dem Land

Vorbei fahren

Vorbei fahren

In blauer Dämm‘rung
Reise ich
Durchs flache Ostdeutschland
Wo ich neben Störchen
Die Karl-Marx-Straße fand
Wir holpern hier so lang
Das Gras ist grün
Und schwarz der Wald
Cafés geschlossen
Unverdrossen
Blüht der Mohn
Am Wegesrand
Und jedes Haus ein Eigenheim
Und jeder Vers ein Schüttelreim
Wie muss wohl dieses Leben sein?
Wie ist es wohl, nicht ich zu sein?
In Berlin bricht die Nacht herein.

In der Liebe

ipp

Deine Sorgen möcht ich haben

Durch alle meine Welten tragen

Manch eine werd ich dort verlieren

Dafür kannst du mich kritisieren

Doch mach dir nichts daraus

Ich denk mir neue aus

Auf dem Weg

wpid-img_20150403_122722.jpg

Das Gefühl, das Unmögliche zu versuchen
Nicht großartig, sondern erschöpft
Diese Buchstaben wollen nicht wie ich
Menschen interessieren sich für Romanzen
Schlagen die Augen nieder
Denn alles ist gleich
Was sie nicht berührt
Mein ganzes Leben
habe ich Antworten gesucht
wo ich sie niemals finden werde
Viel nachzuholen
Viel nachzugeben
Oh, warum ist die Vorstellung zu rauchen, besser als zu rauchen?
Phantasie kann ein ordinäres Leben zerstören

Meine Lieben

IMG_20150323_183150

Meine Lieben
Lieben nicht
So wie ich

Müssen meine Lieben
Mich nicht
Heiß und innig lieben?

Liebend gerne
Liebe ich
Wenn meine Lieben
Lieben mich

Ist meine Liebe übertrieben?
Nein!
Was ist uns sonst geblieben?
Als dieses Lieben
Dieses Leben
Liebe geben
Leben lieben
Drum rufe ich laut
Hiergeblieben
Meine Lieben
Denkt an eure Pflicht
Als meine Lieben
Müsst ihr lieben
Sonst liebe ich
Euch nicht

Doch
Meine Lieben
Lieben nicht
So wie ich

Sind am Ende
meine Lieben
meine Lieben
nicht?

Und DAS ist mein Leben!

IMG_20150223_213217

Worte
die gewaltig sind
schreibe ich
nicht
im trüben Licht
dieser grauen
Tage

Orte
die bedeutsam sind
liegen weit
entfernt
von diesem
Heim

Dinge
die entscheidend sind
mache ich
nicht
an diesem Tisch
von Ikea

Menschen
die wichtig sind
treffen woanders
ihre Entscheidung
ohne
mich

Banal ist
was man
mit Worten
sagen kann
an wunderöden Orten
die kurzgedachten Dinge
der normbegrenzten Menschen

Ich warte hier
und singe

New Year’s Resolutions – Meine gute Vorsätze fürs Jahr 2015

P1010758

Today once again another bilingual article. You are free to choose the language you trust. 😉 We start with English.

Heute einmal wieder ein zweisprachiger Artikel. Es steht euch frei, die Sprache eures Vertrauens zu wählen. 😉 Wir enden mit Deutsch.

Usually I don’t make New Year’s resolutions. The occasion seems arbitrary and have a lack of motivation for the typical resolutions. Yes, of course, like everyone, I want to be three kilos lighter, sportier, more successful in my career and spend more time with friends and family at once. But these wishes are so vague, that I cannot believe that they actually will be fulfilled. Though I have a lot of plans and ideas in my current phase of life, I want to write some of them down and watch next year at the same time how much of them I could put into practice. How many? Five are too little, twenty too much, so ten.

Here they are: Continue reading