Währenddessen

Währenddessen sitzen irgendwo zwei Menschen auf einem Sofa und entspannen sich. Sie haben gerade zu Abend gegessen. Spaghetti mit Soße, weil es heute schnell gehen sollte, aber trotzdem lecker sein. Jetzt sind sie satt, haben den Fernseher angestellt und sehen das Abendprogramm Nicht sehr konzentriert, weil sie sich lebendig unterhalten. Wenn du die Ohren spitzt, kannst du verstehen, wie sie die Sendung ironisch kommentieren, die Sprecher imitieren, aber meistens wirst du bei dem prasselnden Regen nur ihr Gelächter anschwellen und wieder verebben hören.

Ja, dieser Regen, der zieht einem durch Mark und Bein. Die Jacke liegt schon wie ein Sack klatschnass auf meinen Schultern. An der Vorderseite laufen Bächlein herab. Ist angeblich wasserabweisend, die Jacke. Stattdessen friere ich, meine Muskeln sind kalt, mein Körper starr und unbeweglich. Ein vorsichtiger Versuch, den Arm zu bewegen ist noch von Erfolg gekrönt als ich mir die nassen Haare aus dem Gesicht wische, doch meine Beine bewegen sich nicht. So muss ich wohl hier stehen bleiben. Aber das ist nicht so schlimm. Ich lehne mich einfach zurück an die Wand zu der ich mit dem Rücken stehe und denke an das, was währenddessen wohl geschieht.

Und manchmal regnet es auch noch

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Mit dem Schreiben beginnen

Es ist grau, es ist trüb, es ist der Tag, an dem ich mich einmal wieder konzentriert mit meinem Buch auseinandersetzen will. Leider ist dieser Tag auch der graueste und verregnetste Tag, den man sich denken kann. Pfützen füllen sich mit endlosen Strömen, die aus der dichten, schmutzigen Himmelsmasse prasseln, nach links und rechts schnellen und wirbeln, bevor sie auf den Asphalt klatschen oder auch Zack! DIR ins Gesicht.
Vielleicht ideal, um am Schreibtisch zu sitzen, vielleicht ideal um sich wieder ins Bett zu legen, vielleicht einfach sehr deprimierend. Nein, ich mag dieses Wetter nicht!

Wer sitzt denn hier am Schreibtisch, wo New York so nah ist? Wo die Kreativität dir schillernd aus Caféhäusern zuzwinkert! Wo die Gesichter der Menschen Geschichten erzählen! Wenn sie dir nicht gefallen, die Gesichter, die Geschichten, wählst du einfach neu. Es sind ja so viele! Gesichter, Geschichten.
Auf, auf! In die Stadt, die Kunst ist. Die Kultur ist. Die Wissen ist. THE City.

Ich bleibe am Schreibtisch. Dem Bett fern. Sehe hoffnungsvoll den wenigen hellen Stunden entgegen. Sehe Vögel dem Regen trotzen und beginne mit meiner Arbeit. Mit meinen Geschichten.

Zack! MIR ins Gesicht.