Im Käfig

Meine Wut ist unbändig wie ein wildes Tier, das zu lange in einem Käfig eingesperrt war und jetzt befreit wird und vor seinem Wärter steht.

Sie wird ihn zerreißen oder ersticken in der Enge ihrer Zelle.

Ach Wut, du bindest, du lässt nicht los!

Doch der Tag scheint silbern am Horizont, der die Nacht ablösen wird.

Eines Tages werde ich frei sein.

Hinterhalt

ipp

Ein Hinterhalt?

Von hinten halt!

Der Verarschte ist schnell am Arsch.

Was rede ich, im Arsch!

Und so schreibt das Schicksal seine Buchstaben nieder und überlässt ja nichts dem Zufall. Zunächst der Schock. Mit nichts gerechnet, offen und unbewaffnet, ungläubig und nichts ahnend, doch klar adressiert. Du! Du! Du bist es, die ich niederstrecken will! Dann die Wut, die glühend durch die Adern schießt, das Gesicht entflammt, die Lippen aufeinanderpresst. Gerade noch rechtzeitig pariert. Nicht mit mir! Zurückgewiesen! Klar und deutlich, Konfrontation! Und die Spirale saust los.

Kocht über wie die Milch bis alles verschüttet und verklebt.

Bis nicht mehr zu sehen ist, was es war und worum es geht.

Doch wie bei jedem Hinterhalt

ist nichts so im Wald wie es herausschallt.

Ich bin deine Feindin nicht.

Auch wenn dein Hass dich zerbricht.