In V.

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Ich bin in V. Das ist reiner Zufall. Ich bin hier gelandet, weil ich einfach rumgefahren bin. Ich habe einen Weg gesucht, in den ich hineinfahren kann. Einen Weg, der an den Seiten grün und an seinem Ende einsam ist. Und dann bin ich hier gelandet. In V.
Ich sitze auf einer Bank mit einem kleinen, verwitterten Messingschild. „Freiwillige Feuerwehr 2008“ steht darauf. Sie ist mit Vogelscheiße verschmiert, die Freiwillige Feuerwehr. Aber die Bank ist gut und stabil, aus dickem Holz, verwittert, aber nicht bezwungen von der Zeit.
Ich bin nicht die Erste, die hier sitzt. Zigarettenstummel liegen am Boden, hier hat schon jemand geraucht, so wie ich jetzt, die hier sitzt und ihre letzte Zigarette raucht.
Das Leben ist eine Verkettung von Zufällen. Es passieren ständig irgendwelche Dinge, die keinen Sinn ergeben. Ich denke, das ist das Schwierigste für die Menschen. Sie suchen alle permanent nach einem Sinn, einer Antwort, nach Göttern, irdischen und überirdischen, und finden sie nicht. Das, was passiert, hat keinen Sinn. Wir bewegen uns und denken, wir können beeinflussen, welchen Weg wir gehen. Wir versuchen alles oder nichts und wissen nie, was daraus wird. Nennt man es Tragödie? Nennt man es Komödie? Beide Begriffe haben ihre Berechtigung. Ist es der Betrachter, der die Antwort bestimmt? Oder ist es der Moment, der den Betrachter bestimmt?
Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass ich jetzt hier auf dieser Bank sitze. Zufällig. Die letzte Zigarette ist bis zum Filter heruntergebrannt. Ich drücke sie aus. Neben ihren… Freunden. Über die Ameisen krabbeln. Ich werde wieder weiterfahren. Weg aus V. Völlig sinnlos. Beruhigt mich das? Gerade nicht.

Im Schrank ist etwas liegen geblieben

Ich dachte lange Zeit, sie würden noch kommen, die besseren Tage. Vielleicht war das eine Art Selbstschutz, vielleicht nur eine positive Lebenseinstellung. Dann sind sie mir abhandengekommen. Wohl vergraben unter einem Papierstapel, Rechnungen und Einwurfsendungen, Einkaufszetteln und Randnotizen. Dann habe ich sicher aufgeräumt. Wichtiges ins Regal gestellt, Unansehnliches im Schrank verstaut, Überflüssiges aufgewischt. 

Die Tage hätte ich nicht aufgewischt. So viel steht fest. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht. Da ich sie im Regal aber nicht sehe, zwischen all den unzufriedenen Büchern, müssen sie im Schrank sein.

Ja, sie sind ganz bestimmt im Schrank! Ich werde nachsehen. Vielleicht schon morgen.

Aufdringliche Gleichnisse 

Ein Blick in die Natur drängt einfache Lösungen auf. Besonders im Frühling sieht man schwarz oder weiß, rosa oder lila. Ich spaziere und spaziere, sehe aber doch nicht hervor hinter meinem Schleier. Ich bin den Farben nicht böse, sie können ja nichts dafür, dass sie mir Eindeutigkeit vermitteln wo keine ist. Hinter den Wolken Sonnenschein. Hinter dem Schleier ich. 

Ich! Wer kann das schon sein!

Solo

ipp

Engagierte Häuser

Vor mir dehnt sich ein großes weißes Blatt.
Die Unzufriedenheit.
Was ist eigentlich Solidarität?
Nicht rennen, weil andere es nicht können?
Ich fühle mich klein und ohnmächtig ob der schreienden Ungerechtigkeiten. Gehe ein wie eine Balkonpflanze in ihrem Kübel, die gelben Blätter hängen schon. Doch wie kann ich ich sein, wenn ich nicht fröhlich sein darf? Wenn das Lachen erstickt wird in Blut und Gedärmen der Bilder, die ich sehe. Mittags, abends. Und morgens? Bin ich müde und erschöpft. Eine schlaffe Luftmatratze, deren goldene Zeiten lang her sind. Die darauf wartet, in einem Keller kompakt gefaltet in einen Karton verstaut zu werden. Ob sie in der nächsten Saison noch gebraucht wird? Wer weiß, ob sie nicht die nächsten Jahre dort liegen bleibt, zugestellt vom Weihnachtsschmuck und den ausrangierten Barbiepuppen. Es wäre einerlei. So müde bin ich.
Manchmal haben wir Träume. Dann wachsen wir heraus aus dieser Welt durch den Horizont in die Gegenwart. Dann gibt es nichts mehr, was zählt, als zu sein.
Manchmal ist selten. Ein Teil Weltbevölkerung erholt sich am Strand. Der andere besteht nur aus Menschen. Ich strauchle und stehe wieder auf als die Solidarität mich vom Weg stößt.

Was ist das?

ipp

Zuhause

“Sieh mal”, sage ich und zeige dir ein Foto.
“Wo ist das?” fragst du.
“Das ist doch zu Hause!” sage ich verwundert.
“Ach so”, sagst du.

Das Fremde ist uns ganz nah. Wir müssen nur die Augen öffnen. Den Blickwinkel ändern. Dann sehen wir, dass wir auch das Eigene nie begreifen werden. So sehr wir es auch ergründen, es kann uns immer wieder irritieren. Vielleicht fürchten wir uns deswegen vor dem Anderen?

Ans Leben – Bla

ipp

Eine Pflanze sein oder auch zwei

Das Leben ist lang. Das Leben ist jetzt.
Wenn du meine Worte nicht verstehst, dann bist du vielleicht nicht gewöhnt, zu lesen, was du liest. Zu hören, was du hört. Zu sagen, was du denkst.
Fang heute damit an! Grammatik wird überschätzt. Schönheit liegt auf der Zunge der Sprechenden. Du darfst verstehen, was du willst. Aber versteh etwas! Lass dich ein!

Raus mit dir aus den vorinterpretierten Phrasen! Reiß dir die Worthülsen vom Leib! Was sein muss. Was sein soll. Was anders ist. Jede Sekunde ist eine Entscheidung. Alle nehmen dir etwas weg. Alle geben dir etwas. Du kannst nichts für dein Scheißleben. Das Leben ist umsonst.

Weißt du noch gestern? Als der Moment nicht vergehen wollte? Ja, genau den meine ich. Du kannst dich jetzt entscheiden. Du kannst ein wenig fröhlich sein. Du hast Zeit.

Die Würde des Schafs

Erfahrungen und andere Vorkommnisse. Hoffentlich nicht zu bitter. Wo Fakt und Fiktion vermischen, waren die Fakten meist ungenießbar.

Das Eigene und das Andere

ipp Begrenzte Aussichten

Guter Rat ist teuer.

Er lautet: „Seien Sie nett. Sie müssen glaubwürdig sein.“

Erst leuchtet mir noch alles ein. Während er flucht und schimpft und ein Orkan beeindruckender Windstärke aufzieht, nicke ich und beginne zu glauben: Wir waren nur nicht nett genug.

Dass hier meine deutsch-untertänige-Zopf-Mädel-Ja-und-Amen-Mentalität durchkommt, merke ich nicht. Ich bin ja so groß geworden. Es erscheint mir vollkommen logisch, dass Vater Staat im Recht ist. Dass der unfreundliche Sacharbeiter, der uns anschaute als wären wir direkt aus einer RTL 2-Reality-Doku in sein graues Büro gesprungen, sich nur an die Gesetze hielt. Wie kamen wir überhaupt dazu, ihn mit unseren kleinen, unwichtigen Belangen zu belästigen, wo uns Fragebogen XY fehlte?

Asterix und Obelix auf der Suche nach Passierschein A 38.

Das ist doch nichts wert! Ich weiß, wo man all diese Papiere in den Europa illegal besorgen kann, sagt die Anwältin. Aber ich verrate es natürlich nicht…

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Forgetting something?

When we analyzed the situation, we decided to be shocked and talk about it. For sure, we could have known better. But we really don’t care. Life is too short  for an individual.

Today I found a bag in the sand.

Full of deep sadness.

To whom it may concern.

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Bilder und Worte des Februar

Was für ein Monat! Der nicht weiß, was er will. Irgendwie ist noch Winter. Aber die Blüten blühen. Die Augen brennen. Die Sehnsucht wächst. Wie viele Probleme wir auch haben, wie anders wir auch sind, wenn die Sonne scheint, strecken wir uns.
Ich habe keine Jacke für dieses Wetter. Wohl da ich keine mehr tragen möchte. Ich will nichts mehr tragen. Ich will nackt schwimmen in die Mittagssonne, das nasse Gesicht im Wind. Schwerelos.

Der Februar ist mein Bruder. So richtig gut verstehen wir uns nicht. Aber wir versuchen es.

Und jetzt: Werbung!

Ich freue mich!

Mein Gedicht schwarz auf weiß. in einem Buch! Zum Anfassen!

Der Mensch ist ein kleiner Wurm. Da schreibt er “nur für sich” und dürstet im Geheimen nach Anerkennung. Wurm Ninja hat ein Gedicht veröffentlicht! Und was für eines! Mit einem Fremdwort im Titel.

Kann man hier kaufen: http://www.amazon.de/Tr%C3%BCmmerSeele-Stephanie-Mattner/dp/3739210532

Worum es geht? Um das Thema, das mich Tag und Nacht umtreibt, mir Nachtschweiß und Albträume beschert. Hier eine Kostprobe des Durch

And now in English: My poem is in a book! Hoorrayy! 😀